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Die Friedhöfe der Stadt Eschweiler



Karte Eschweiler mit Friedhöfen
Karte Stadt Eschweiler mit Friedhöfen

In Eschweiler gibt es 14 Friedhöfe. Davon befinden sich 11 in städtischer Trägerschaft.


Bergrath - Ardennenstraße 36

Dürwiß - Frohenhovener Str. 2

Hastenrath - Pfarrer-Funk-Straße 6

Hehlrath - Nierhausener Str. 15

Kinzweiler - Kirchstraße 20

Neu-Lohn - Rosenstraße 40

Nothberg - Heisterner Str.

Röhe - Aachener Str. 268

Stich - Am Schlemmerich 31 / Friedhofsweg / Wilhelminen Str.

St. Jöris - Begauer Str. 23

Weisweiler - Severinstraße 16


Warum hat Eschweiler so viele Friedhöfe?

Diese Frage muss man sich stellen. Genauso, wie viele andere Städte in der Region hat Eschweiler viele Friedhöfe. Dies liegt begründet in der industriellen Vergangenheit der Stadt. Belegen lässt sich dies durch den 1834 gegründeten Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV). In vielen Stadtteilen weisen Straßennamen oder gar die Ortsnamen noch heute auf den Bergbau hin. Die schlechten Arbeitsbedingungen während der Industrialisierung führten in der Vergangenheit zu einer hohen Sterblichkeit. Somit sahen sich die damaligen Städte und Gemeinden der heutigen Stadt Eschweiler und der umliegenden Städte mit Bergbauhintergrund dazu veranlasst viele Friedhöfe anzulegen. Heute erscheinen uns viele der Friedhöfe unverhältnismäßig groß, was unter anderem an der katholischen Prägung des Rheinlandes und dem, bis zum Ende des 2. vatikanischen Konzils andauernden, Verbot der Feuerbestattung für Katholiken liegt.

Auch wagte die Stadt Eschweiler zwischenzeitlich mehrfach den Versuch Friedhöfe als Zentralfriedhöfe für die Stadt einzurichten. So wurde erst der Friedhof Nothberg, später der Friedhof St. Jöris als Zentralfriedhof entworfen. Jedoch hat die dezentrale Lage beider Friedhöfe, und die Stadtteilverbundenheit der Einwohner dazu geführt, dass sich der Gedanke der Zentralfriedhöfe nicht durchgesetzt hat.


Bestattungsarten
Amerikanische Urnenreihengräber auf dem Friedhof Bergrath
Urnenreihengräber mit liegender Tafel auf dem Friedhof Eschweiler-Bergrath

Die Stadt Eschweiler bietet die meisten Grabarten auf allen ihrer Friedhöfe an. So stehen Reihen- und Wahlgräber für Urnen und Särge sowie Rasenreihengräber mit liegender Tafel, ugs. amerikanische Gräber, auf allen Friedhöfen zur Verfügung. Seit Ende 2023 werden darüber hinaus Urnen-Partner-Gräber mit entweder einem Stein oder einer Tafel auf allen Friedhöfen angeboten.

Zusätzlich zu den genannten Grabarten bietet die Stadt Eschweiler anonyme Urnenreihengräber auf den Friedhöfen in Dürwiß, Nothberg, Pumpe/Stich, St. Jöris und Weisweile sowie anonyme Erdreihengräber auf den Friedhöfen Dürwiß und St. Jöris an. Auf dem Friedhof Dürwiß wurden Ende 2023 auch zwei weitere neue naturnahe Grabarten in das Friedhofsbild integriert. So gibt es nun die Möglichkeit ein Urnenreihengrab mit Tafel in einer Baumanlage zu wählen oder sich für ein Urnenreihengrab in einer "naturnahen" Anlage zu entscheiden. Die letzte Sonderform der Bestattung, die Ascheverstreuung, wird ausschließlich auf dem Friedhof St. Jöris angeboten. Für sie muss eine schriftliche Erklärung, die zu Lebzeiten verfasst worden ist, vorliegen.


Verschiedene Bestattungsarten weisen Besonderheiten auf.


Anonyme Erdreihengräbder / Anonyme Urnenreihengräbder
Kreuz und anonyme Grabanlage auf dem Friedhof Eschweiler Nothberg
Grabanlage für anonyme Urnenbeisetzungen auf dem Friedhof Eschweiler-Nothberg

So ist die anonyme Bestattung, die von der Stadt Eschweiler angeboten wird nicht anonym im eigentlichen Sinn. Fachlich spricht man bei dieser Bestattungsart, egal ob bei Erd- oder Urnenbestattung, von einer teilanonymen Bestattung. Das Bedeutet, dass die Grabstätte, nach der Beisetzung, nicht gekennzeichnet wird. Egal ob durch einen Stein oder eine Kerze oder eine Platte. Es bleibt lediglich eine Rasenfläche. Es ist den Angehörigen und Trauergästen jedoch erlaubt die Beisetzung zu begleiten. Die genaue Lage des Beisetzungsortes ist also bekannt. Zum Ablegen von Blumen oder zum Entzünden einer Kerze werden zentrale Sammelstellen angeboten.


Erd- / Urnenreihengräber mit Tafel / Urnenpartnergräber mit Tafel

Bei dieser Grabart muss die Grabstätte mit einer Gedenktafel versehen werden. Die Gestaltung mit einem Ornament und Schrift ist möglich. Nach Anbringung der Tafel, ist es nicht gewollt, dass auf dem Stein Blumen oder Kerzen entzündet werden. Außerhalb der Rasenpflegezeit wird dies jedoch durch den Friedhof geduldet, z.B. zum Totengedenken im Rahmen des Allerheiligen-Feiertags.


Urnenpartnergräber mit Stein

Im Gegensatz zu den Urnenreihengräbern oder Urnenpartnergräbern mit Tafel, wird bei dieser Grabart kein liegender Stein angebracht, über den der Rasenmäher einfach hinweg fahren kann. Der Grabstein steht senkrecht wie eine Stele auf einer Bodenplatte. Links und rechts der Stele besteht die Möglichkeit eine Vase und eine Kerzenhalterung im Stein montieren zu lassen. Bei beiden Parntergräbern ist es möglich innerhalb der Ruhezeit von 20 Jahren eine zweite Urne beizusetzen und die Nutzungszeit damit einmalig um die Differenz zwischen den Bestattungen zu verlängern.

Beispiel: Partner "A" wurde Dezember 2023 in einem Parntergrab beigesetzt, Partner "B" verstirbt April 2030, so kann die Grabstätte bis April 2050 statt bis Dezember 2043 bestehen bleiben. Verstirbt Partner "B" erst im Januar 2044, so muss eine neue Grabstätte erworben werden. Eine Nachbestattung ist dann nicht mehr möglich.


Urnenreihengräber in naturnaher Anlage
Grabanlage für naturnahe Urnenbeisetzungen Dürwiß
Naturnahe Urnengrabanlage auf dem Friedhof Dürwiß

Bei dieser Bestattungsform wird die Urne links oder rechts des angelegten Weges beigesetzt. Bänke laden zum verweilen ein. Die Namen der Bestatteten werden mit einer Namensplakette an der nächsten Stele angebracht. Bei dieser Grabart findet die Verabschiedung vom Weg aus statt. Wegen der Beetpflege wird die Urne vom Weg zum Grab von einem Träger gebracht und dort beigesetzt. Familie, Redner und Trauergäste dürfen die Anlage außerhalb des Weges nicht betreten. Es muss eine biologisch abbaubare Urne verwendet werden.


Religionen auf den Friedhöfen

Grundsätzlich sind alle Friedhöfe für alle Bürger ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit verfügbar. Für Angehörige des Islam befindet sich auf dem Friedhof St. Jöris ein extra Gräberfeld auf dem Bestattungen, den Glaubensvorschriften entsprechend, stattfinden können. Es besteht die Möglichkeit Wahlgrabstätten oder Reihengräber zu erwerben.

Es befinden sich ebenfalls auf allen Friedhöfen Trauerhallen. Diese können für freie Trauerfeiern oder aber Gottesdienste im Rahmen der Bestattung genutzt werden.






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